3/04/2011

Wie beschissen finde ich Wien?


oder: Über den Provinzialismus und die spießige Kleingeisterei der Wiener Linken
04.03.2011


“Zorn und Verzweiflung sind meine einzigen Antriebe und ich habe das Glück in Österreich den idealen Ort dafür gefunden zu haben.” Thomas Bernhard



Dass es manchen Akteuren der oftmals autonomen, aber immer sich linksradikal verstehenden Wiener Szene nicht an Kreativität und Bereitschaft fehlt, sich selbst an bizarrsten Begrifflichkeiten aufzuhängen, gilt mittlerweile als bekannt.
Ebenso wie das begriffliche Erbsenzählen in diversen internen linksradikalen Internetforen, als auch blinder Aktionismus – welcher nichts als eine Verdrängung des Elends, der Ohnmacht und des Bewusstseins ist, dass man sich in einer Zeit der „verstellten Praxis befinde(t), in einer Zeit also, in der keine Veränderungen herbeigeführt werden können, die diesen Namen verdienen“ (1) – tritt immer mehr die Erkenntnis zutage, dass sich die Arbeitsgemeinschaften, Organisationsgruppen, Werkelteams und Kuschelkollektive nicht mehr um eine Abschaffung des „falschen Ganzen“ (Adorno) scheren, sondern viel mehr an einer Verdrängung und Verabschiedung vom ursprünglichen Ziel arbeiten. Folglich sind sie nicht mehr an einer Emanzipation von körperlicher Anstrengung, mühevollen Malochen oder nervtötenden Arbeitsaufgaben interessiert – sondern nur noch an einer Emanzipation von all jenen Dingen, die das Leben lebenswert machen:
Lust, Amusement, Witz, Humor, Spaß, Genuss und Müßiggang.


Die Kadergruppen der autonomen Szene sind einerseits längst Familienersatz und noch vielmehr zu einem sozialen Ort geworden, an dem sich die vom Leben Gequälten, von der Arbeit Geplagten und vom Glück verlassenen Subjekte treffen, um ihre Subjektivität endgültig zu verlieren. Dies tun sie zumeist um in einer kuscheligen, warmen Gemeinschaft aufzugehen wie ein Teig im Backrohr, in der man keine Angst haben muss für seinen gerade eben von sich gegebenen Unfug zur Rechenschaft gezogen zu werden. Es soll dies ein Ort sein, an dem man immer willkommen ist, um zusammen an Projekten zu arbeiten, die suggerieren sollen, dass es tatsächlich auf einen selbst ankomme, um dem, der anderswo ziemlich wahrscheinlich als „gescheiterte Existenz“ abgekanzelt würde, die Möglichkeit zu geben aus dem tristen Alltag zu entkommen. Ergo: der Realität zu entfliehen, um im antifaschistischen Therapiekreis eine neue Heimat zu finden.


Dass dabei in verklemmt - spießbürgerlicher Manier das Amusement den wie auch immer genannten politischen Dogmen untergeordnet wird, und damit der Witz, die Kunst den Ernst des Lebens lächelnd/schmunzelnd entgegenzuwirken und die Verhältnisse stets augenzwinkernd zu betrachten auf der Strecke bleibt, versteht sich nur von selbst. Ebenso, dass man – um es im Polit-Nestchen warm zu halten – oftmals näher zusammenrücken muss, um sich gegen tendenzielle Bedrohungen von außen vereint zur Wehr zu setzen und um den Gestank zu überdecken, der verursacht wurde - sollte sich ein Nestbeschmutzer die Dreistigkeit erlaubt haben, auf das gesellschaftliche Elend, in dem man haust, aufmerksam zu machen und im schlimmsten Falle sich gar polemisch und sarkastisch darüber geäußert zu haben und so die neue schutzbietende Heimat madig gemacht zu haben.


Eine ideale, all diese von Infantilität und Verdrängung geprägten Handlungen aufzeichnende Datenbank bietet hierbei das interne Sammelforum linker Aktivitäten n3twork. Da dieses nicht frei zugänglich ist, und man sich registrieren muss, um in den zweifelhaften Genuss der provinziellen Kleingeisterei zu kommen, wird scheinbar selbst virtuell durch das andauernde Verweisen auf den alles überwachenden Moderator ein Gefühl der Heimigkeit unterstellt, so dass man stets davon ausgehen könne, immer nur unter Gleichgesinnten zu sein.


Schauplatz des diesmaligen Schauspiels ist diesmal - das nicht nur innerhalb der Szene zu Ruhm gekommene - linksradikale Wiener Wohnheim EKH (benannt nach dem ermordeten Mitglied der Kommunistischen Österreichischen Partei Ernst Kirchweger), welches seit der Gründung sowohl ein Auffangbecken sämtlicher „antifaschistischer“ Kollektive aller Couleur inklusive zweier Konzerthallen plus Wohnräumen in den beiden obersten Stockwerken darstellt.


Die Wiener Version des antinationalen Popantifavereins „Ums Ganze“ veranstaltete am 11. März 2011 in den oben genannten Räumlichkeiten eine musikalische Veranstaltung mit der – als u.a. „antideutsch“ verschriehenen – Rapcrew „Antilopengang“, zu der u.a. der Rapper „Koljah“ und der Rapper „NMZS" zählen, welche in der Vergangenheit mit polemisch-kritischen Texten an der radikalen Linken für Furore gesorgt haben (2) und damit Ruhm und Spott gleichermaßen ernteten.


Die Vorfreude einiger im n3twork aktiver User wich nach einer detaillierteren Auseinandersetzung mit den im Laufe ihrer Musikkarriere entstandenen Werke sehr bald einer sehr verärgerten, missmutigen Pöbelstimmung, welche in ein virtuelles Kopfzerbrechen mündete.
Besonders das Lied „Fick die Uni!“ (3) machte einigen Autonomen schwer zu schaffen und es dauerte anscheinend nicht sehr lange bis die ersten Vermutungen aufgestellt wurden, wie denn dieses Lied zu interpretieren sei und man machte sich daran die Künstler mit wüsten Vorwürfen zu übersäen.


User Marelen (4) macht den Anfang: (Rechtschreibungs- und Grammatikfehler im Original)

“mal ganz unabhängig von restlichen inhalt: ich find formulierungen wie ‘fick die uni’ nicht gut, ich assozier das immer sofort mit sexualisierter gewalt.”

Woraufhin der User Lub von einer „aggressiv sexistischen Aufladung“ schwadroniert, die in diesem Lied durch das Verwenden des bösen F-Worts herrsche:

“Seh ich auch so. Mal abgesehen von der agressiv sexistischen Aufladung, die der Spruch für mich hat, gibt das Eindeutschen dem ganzen obendrein was Ösi-Provinzielles.”

Möglicherweise durch die beiden ihm vorausgegangen Kommentare ermutigt seiner Dummdreistigkeit freien Lauf zu lassen, packt auch der User mit dem besonders kreativen Namen nonkonform die Gelegenheit beim Schopf um seinen Missmut in Worte zu fassen:

“Möchte mir wer verraten, was an diesem Songtext bitteschön so toll sein soll?! Ich kann darin jedenfalls nichts Emanzipatives erkennen. Der strapaziert doch bloß antiintellektuelle Ressentiments. Dass Bildung in dieser Gesellschaft elitär organisiert ist, wird kurzerhand den aktuell Studierenden angelastet; und, als wäre das nicht schon genug Unsinn, wird das auch noch garniert mit dem Vorwurf: "1933 wären sie alle Nazis gewesen."

Anscheinend komplett unwillens den ironischen Gehalt dieses Textes zu begreifen, schließen sich auch einige andere User an – so auch der User vip3r, der allen Ernstes in der Parole „Fuck the Police“ einen Aufruf zur Vergewaltigung von Polizisten und Polizistinnen sieht:

"ich glaub auch nicht dass "fuck the police" viel anderes (wenn auch nicht in der deutlichkeit) sagt wie "rape the police"...und letzteres stößt ja wohl auf breite ablehnung..”

Der User Tony Blair vermutet ironischerweise hinter der „Antilopengang“ einen typischen Vertreter der deutschen Ideologie:

“wie mensch sich als ANTI-faschist auf sowas wie dieses lied "fick die uni" von antilope positiv beziehen kann ist mir ein sehr großes rätsel: sie beziehen sich positiv auf die nachfolgeorganisation der wehrmacht, bezeichnen die bundeswehr als "friedenstiftend" und "menschenleben rettend". "strassenpenner", "spastiker" werden als schimpfwörter verwendet und damit die ausgrenzung von armen und kranken menschen normalisiert. sie glorifzieren in typisch deutschem arbeitswahn das arbeiten gehen an und für sich. in kleinbürgerlichster deutscher spießermanier hetzen sie gegen leute die dreadlocks haben, in wg´s wohnen und fahrrad fahren und sonstwie nicht der deutschen mehrheitsgesellschaft entsprechen. mit intellektuellenfeindlichkeit und verachtung vor theorie und dem lesen von texten und büchern im allgemeinen sind sie stolz auf ihre dummheit.
ein vorgeschmack auf deutschen rechts-hip-hop.”


Daraufhin nonkonform:

“Also so leicht sollte es sich eins hier auch nicht machen und die Bedenken einfach mit einem kurzen Verweis auf Zynismus oder Sarkasmus beiseite schieben. Selbst wenn der Text zynisch gemeint sein sollte, so ändert das in diesem Fall reichlich wenig am transportierten Inhalt. Denn was soll die Message, die Pointe des Songs sein? Dass in Wahrheit eh alles ganz anders ist? So ein Umkehrschluss funktioniert hier nicht. Wie aber dann das Lied entschlüsseln? Eins kann es drehen und wenden, wie eins will, die Rechnung geht nie wirklich auf. In meinen Augen und Ohren bleibt der Inhalt stets äußerst problematisch, die antiintellektuelle Stoßrichtung bestehen - weniger weil irgendwelche 0815-Klischees bedient werden, sondern wie dies hier getan wird.”


Tony Blair meldet sich daraufhin erneut zu Wort:

“was soll bitte an antilopes textzeilen wie "ich hau den brillenträgern aufs maul" zynisch sein??
das ist doch einfach bushido-macho attitude und da steht doch einfach nichts als spiesbürgerlichkeit und nazi-deutschtum dahinter, und da ist keine spur von ambivalenz und zweideutigem augenzwinckern zu hören.”


Einzig der User Motoki stellt sich gegen den pöbelnden autonomen Mob:

“fühlen sich hier einige leute von dem songtext vielleicht deswegen angepisst, weil sie so sehr in das klischee passen, das dort reproduziert wird? Wenn ja, wie wärs mal, drüber nachzudenken ob dieser Lifestyle nicht auch seine wenn und abers hat?”

Nun wären diese an Lächerlichkeit grenzenden Kommentare noch zu ignorieren, wenn dieses Forum nicht geradezu repräsentativ für den Zustand wäre, indem sich ein nicht zu übersehender Anteil der Wiener Linke dank einer niemals gebrochenen, provinziellen Kontinuität des Wahnsinns befindet.
Ebenso wäre es kaum der Rede wert, wenn es beim theoretischen Wirr-Warr und dem Große-Sprüche-Klopfen bleiben würde und es nicht eben doch einige Verrückte geben würde, die im Ernstfall auf diesem theoretischen Fundament ihr Häuschen bauen würden:
Der – zugegebenermaßen nicht gerade gelungene Scherz – dass Koljah tatsächlich (den früher linksnationalen Sozialisten, jetzt rechtsnationalen Sozialisten) Makks Damage zu seinen Lieblingsrappern zähle (wie er spaßhalber auf seiner Facebookseite behauptet), versetzt einige der n3twork-User dermaßen in Fassungslosigkeit, dass es nicht lange dauerte bis die ersten Drohungen ausgesprochen wurden:

"allein dass das so auf deren website steht, dass sie den makss damage gut finden ist genug grund die bühne beim konzert zu stürmen"

Man könnte meinen, dass es dem User paolo, dieser ist es, der diesen Kommentar verfasst und es im Ernstfall möglicherweise auch nicht bei dieser offenen Drohung belassen würde, geradezu um den Verstand bringt, dass “das so auf deren Website steht” – dass Koljah tatsächlich soetwas wie Humor besitzen könnte und ihn sogar öffentlich äußern würde, wobei doch bewusst sein sollte, dass über solche Themen nur ungern gespaßt werde.
Es gäbe noch unzählige Kuriositäten aufzuzählen, die sich tagtäglich ereignen, über die es wert wäre zu berichten:

Angefangen von Diskussionen über die Skulptur einer Meerjungfrau, die unbekleidet zur optischen Verschönerung eines Kreisverkehrs mitten im verbiederten Wien die missmutigen Blicke auf sich zog, welche die Skulptur selbstverständlich als nichts anderes als ein Abbild des heteronormativen Geschlechterverhältnisses zu interpretieren wussten (5) – bis hin zu Wortmeldungen über die diesjährigen Gegendemonstrationen anlässlich des jährlichen Wiener Korporationsringballs – ein Treffen deutschnationaler Burschenschaftler – in denen soweit gegangen wurde, von einer ideologischen “Fraternisierung” mit den “Burschis” zu sprechen, da man mit Transparenten auf die Straße ging, auf welchen nicht nur die Abschaffung des deutschen sondern auch die Abschaffung der Alpenrepublik gefordert wurde. (6)

Fest steht nach wie vor:

Um eine vernünftige Kritik an den Verhältnissen formulieren zu können, braucht es weder einen multikulturell-kulturrelativistischen, weder einen traditionalistischen auf das christliche Abendland pochenden, noch einen aufgeblasenen poststrukturalistischen Begriffsapparat und schon gar keine Linke, die von einer Affinität zum politischen Islam geprägt ist – sondern eine Kritik, die Denk- und Sprachschablonen rücksichtslos verwirft und nicht vergisst, dass die einzig sinnvolle praktische Arbeit in nicht-revolutionären Zeiten die Arbeit am Begriff ist, die das Abschaffende darstellen und bestimmen soll. (7)

Zu guter Letzt bleibt Koljah und dem Rest der Antilopengang nur noch zu wünschen, dass ihre körperliche Unversehrtheit während des Auftritts gewährt bleibt und dass es ihnen ermöglicht wird, ihre Nachtruhe außerhalb das linksradikalen Wohnprojekts in einer Räumlichkeit frei von infantilen Schwätzern, rachsüchtigen Autonomen und anderen Gemeinschaftspriestern anzutreten.

Vielen Dank an Anahita Tabrizi für wichtige Anmerkungen und Hilfeleistungen.



(1) AG Antifa im Stura der Uni Halle – Am Ende: Konformismus. Zum linken Antisexismus in Bonjour Tristesse 2/2007
(2) Genannt sei zum einen die Zeit, in der beide noch Mitglieder in der antifaschistischen Rapcrew Anti-Alles Aktion waren – und zum anderen Koljah’s Songs mit den antideutschen Electropunks Egotronic, als auch Koljah’s Soloprojekte.
(3) Dieses Lied glänzt nicht nur durch eine – für deutschen Hip-Hop äußerst unübliche –hervorragende (und zudem offensichtliche!) Selbstironie, welche das Elend der Studentinnenbewegung, des tagtäglichen akademischen Betriebs und den morgendlichen mühevollen Gang in die Universität darstellt und zudem mit den gängigen Vorurteilen gegenüber Studenten spielt, in dem diese überspitzt dargestellt werden und dem Zuhörer suggeriert wird, dass diese auch tatsächlich der Meinung des Autors entsprechen: http://www.magistrix.de/lyrics/Antilopen/Fick-Die-Uni-feat-Danger-Dan-1062556.html
(4) Zitate im Original nachzulesen unter: https://www.n3tw0rk.org/viewtopic.php?f=97&t=27763 und https://www.n3tw0rk.org/viewtopic.php?f=14&t=30981
(5) Der ursprüngliche Link zu dieser Diskussion: https://www.n3tw0rk.org/viewtopic.php?f=10&t=28588&p=188871&hilit=kreisverkehr&sid=ed49b776f7308d01a583d4fe4b0e13b3 - vor Fertigstellung dieses Diskussionsbeitrags war der Thread leider schon wieder gelöscht.
(6) https://www.n3tw0rk.org/viewtopic.php?f=14&t=30981&start=25 und: https://www.n3tw0rk.org/viewtopic.php?f=14&t=30434
(7) vgl. Stephan Grigat (Hg.) Reeducation und Feindaufklärung S. 16 ff.

Kommentare:

  1. "[...] die das Abschaffende darstellen und bestimmen soll."

    Ist das "Abzuschaffende" gemeint?

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  2. der witz bei dem lied ist doch, dass beides gemeint sein kann.
    es wird eben nicht klar. ob danger dan jetzt zb meint, dass man wirklich wissen müsste, wie man eine glühbirne wechselt, oder nicht, das wird nicht klar. ob koljah wirklich leute mit dreadlocks eklig findet oder nicht, wird nicht klar. der song ist nicht einfach "ironisch".
    und wäre nicht eine "kritik am begriff" eben auch eine kritik an sprache? warum begrifflichkeiten, die sexuelle handlungen beschreiben, negativ konnotiert sind, machtausübung und demütigung demonstrieren, könnte ja mal analysiert (und dann eventuell kritisiert) werden.
    falls "kritik des begriffes" irgendwie voll intellektuell gemeint ist und was spezielles heißt, bin ich für aufklärungs-links dankbar.

    ansonsten haste natürlich mit vielem in deinem (argumentativ leider etwas schwachen) blog-eintrag hier recht.

    und noch was:
    panik panzer redet in seinem part ja - soweit ich das verstanden habe - über sich selber.

    auch zu bedenken: die antilopengang leute hassen es eher, wenn leute (studenten und studentinnen) genau diesen song feiern.

    Lea-Won.

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  3. und vielleicht! wollten die antilopen auch einfach nur einen track machen. tja.

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  4. ..warum ist es nochmal voll hip "spastiker" und "behinderter" als schimpfwort zu verwenden?!

    Ich find das schon scheiße. Aber dir gehts eh um was anderes, das liest sich prima aus dem text heraus. vor lauter schaum vor dem mund vergisst du ja fast gänzlich auf argumente. grad noch für adornos "falschen Ganzen" reichts. Hast du den Herren überhaupt gelesen? Meinst du ernsthaft, der würde theoretisch auf deiner Seite stehen? Ich glaube ja, du schmückst dich da vorzüglich mit fremden federn. gerade die "antideutsche" subkultur wandelt sich jüngst mit unglaublicher geschwindigkeit zur kulturindustriellen-hülse, frei von jedweder kritikfähigkeit. personenkult ersetzt kritischen geist, marken- und konsumfetische ersetzen humanistische grundbedürfnisse, konsum von "antideutscher"-kultur ersetzt tiefergehende auseinandersetzungen mit dem kapitalismus. Die ach-so-kritische-theorie-affinen antideutschen geben jüngst paradebeispiele dafür ab, wies NICHT gemacht werden soll.

    muss ich praktische beispiele heranziehen?! ich glaube du weißt recht genau, was ich meine. kurz könnte ich auch sagen: IDIOTEN gibts überall, in jeder subkultur. Da sind die ach-so-gaaaar-nicht-linksradikalen antideutschen in keinster weise ausgenommen. Defacto erlebt die antideutsche derzeit ein popkulturelles mekka der idiotie.

    vielleicht wäre es nützlich, mal was vom staat zu lernen: der kategorisiert die antideutsche nämlich auch brav als unterkategorie der "linksradikalen".

    ich lass das jetzt so vage stehen..

    meine persönliche meinung zur antilopengang: diese zu lobpreisen ist genauso bescheuert wie diese komplett für no-go zu erklären. mit wem man sich bettet, so schläft man auch. denk mal darüber nach.

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  5. "Provinzialismus und spießige Kleingeisterei"

    treffende Selbstbeschreibung, Herr Kirsch, wie man an ihrem erbärmlichem Getue auf facebook sehen kann - viel Glück noch im linksradikalen Phantasia mit EKH'lern und anderen Kameraden der Dumpfheit

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